Analyse zur Euro-Einführung in Tschechien veröffentlicht

16-08-2006

Der jüngsten Analyse des Industrie- und Handelsministeriums zufolge könnte die Einführung des Euro in Tschechien die Händler und Hersteller zu sprunghaften Preiserhöhungen motivieren, da die aktuellen Preise im Vergleich zu mehreren EU-Ländern derzeit wesentlich niedriger liegen. Laut Dokument würde sich ein rapider Preisanstieg negativ auf die tschechische Wirtschaft auswirken. Aufgrund der Regierungspläne soll der Euro voraussichtlich erst im Jahr 2010 in Tschechien eingeführt werden. Für die Hinausschiebung dieses Termins sieht Finanzminister Bohuslav Sobotka keinen Grund. Dies sagte er am Mittwoch vor Journalisten, nachdem das Kabinett Paroubek auch den Haushaltsentwurf für das Jahr 2007 gebilligt hatte. Für das vorgesehene Defizit wurde die Obergrenze von 88 Mrd. Kronen beschlossen. Das Defizit der öffentlichen Haushalte soll sich im kommenden Jahr Sobotka zufolge auf 3,8 Prozent belaufen. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als der EU-Plan für dieses Jahr vorsieht.