Ehrung einer Widerstandsgruppe: Auf den Spuren der Gebrüder Masin nach Berlin

31-10-2005

An das Schicksal von Menschen zu erinnern, die sich gegen das kommunistische Regime der ehemaligen Tschechoslowakei gestellt haben, und eine Diskussion über die Auseinandersetzung mit der kommunistischen Vergangenheit anzuregen – das war das Ziel von fünf Tschechen, die in den vergangenen Tagen auf den Spuren der Widerstandsgruppe der Gebrüder Masin wandelten. Das Quintett wurde auf seinem langen Fußmarsch von Milan Paumer begleitet, der Mitglied der damaligen Widerstandsgruppe gewesen ist. Nach neun Tagen erreichten die Initiatoren des Gedenkmarsches die deutsche Hauptstadt Berlin. Einer von ihnen, der im Tschechischen Zentrum in Berlin tätige Ondrej Karas, erklärte, es habe sich um keine sportliche Leistung, sondern darum gehandelt, die Gebrüder Masin als Symbol des Kampfes gegen die kommunistische Diktatur zu ehren. Die Brüder Ctirad und Josef Masin gründeten Anfang der fünfziger Jahre eine Widerstandsgruppe, die gegen das kommunistische Regime kämpfte. Nachdem sie gemerkt hatten, dass dies vor Ort ein aussichtsloses Unterfangen ist, war es den Brüdern und ihrem Freund Paumer gelungen, sich in den Westen abzusetzen.