Innenminister Langer ordnet Überprüfung von 1000 Polizeibeamten auf Zusammenarbeit mit kommunistischer Geheimpolizei an

05-02-2007

Innenminister Ivan Langer hat eine Kontrolle der so genannten Lustrationsbescheide von Polizisten und Zivilbeamten in hohen Positionen, die nach dem Wendejahr 1989 auf die Zusammenarbeit mit der ehemaligen Geheimpolizei StB überprüft worden waren, angeordnet. Wie er am Montag vor Journalisten sagte, sollen insgesamt 1000 Personen überprüft werden. Langer reagierte damit auf den jüngsten Befund, dass der Leiter der tschechischen Einheit von Interpol, Pavol Mihal, über einen negativen Bescheid verfügt, obwohl er in den StB-Akten als Agent geführt wurde. Mit der Revision der Lustrationsdokumente beauftragte der Minister Polizeipräsident Vladislav Husak. Mihal hat mittlerweile um die Ausstellung eines neuen Lustrationsbescheids ersucht, den er noch im Laufe dieser Woche erhalten soll. Bis dahin will das Polizeipräsidium mit seiner Entscheidung über das weitere Schicksal des ranghohen Polizisten abwarten. Über Mihals angebliche Zusammenarbeit mit der StB berichtete vergangene Woche das öffentlich-rechtliche Fernsehen CT.