Korruption: Haftstrafe von Ex-Kreishauptmann Rath erhöht

31-01-2020 aktualisiert

Das Kreisgericht in Mittelböhmen hat den ehemaligen Kreishauptmann David Rath auch im zweiten Prozess um eine Korruptionsaffäre schuldig gesprochen. Am Freitag wurde Raths Gesamtstrafe auf acht Jahre Gefängnis erhöht. Zudem muss er eine Geldstrafe in Höhe von 18 Millionen Kronen (706.000 Euro) zahlen. In dem Fall wird auch weiteren acht Angeklagten sowie neun Firmen die Manipulation öffentlicher Aufträge zu Instandhaltungsarbeiten in Krankenhäusern und zum Einkauf von Krankenwagen vorgeworfen. Den Ermittlern zufolge haben drei der Angeklagten, David Rath sowie das Ehepaar Kateřina und Petr Kott, Bestechungsgeld in einer Gesamthöhe von 60 Millionen Kronen (2,4 Millionen Euro) gefordert.

Im ersten Teil der Causa war der sozialdemokratische Ex-Politiker David Rath wegen Bestechlichkeit bereits zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt worden. Seine Haft trat er im Oktober vergangenen Jahres an.