Martinek: Häuser im Überflutungsbereich von Flüssen werden abgerissen

08-04-2006

Dutzenden Menschen in Tschechien, die vom jüngsten Hochwasser betroffen sind, droht der Verlust ihrer Häuser. Dem Minister für Regionalentwicklung Radko Martinek zufolge sollen nämlich einige der Gebäude, die im unmittelbaren Überflutungsbereich einzelner Flüsse liegen, abgerissen werden. Sollten die Inhaber dieser Gebäude ihre Häuser nicht freiwillig an den Staat verkaufen wollen, drohe ihnen sogar die Enteignung, schreibt die Tageszeitung "Lidove noviny" in ihrer Samstag-Ausgabe. Das Hochwasser in Tschechien hat ersten Schätzungen zufolge am Eigentum des hiesigen Kulturministeriums Schäden in Höhe von nahezu 9,5 Millionen Kronen (ca. 330.000 Euro) verursacht. Von dieser Schadenssumme entfallen allein vier Millionen Kronen (ca. 140.000 Euro) auf Denkmäler und Kulturgüter, die unter der Verwaltung des Nationalen Denkmalsinstituts (NPU) stehen. Das gaben zwei Sprecherinnen der Behörden am Freitag über die Nachrichtenagentur CTK bekannt. Der größte Schaden - rund 3,6 Millionen Kronen - wurde dabei an der überschwemmten Gedenkstätte der Kleinen Festung Theresienstadt festgestellt.