ODS kritisiert Verteidigungsminister Kühnl

09-06-2006

Der scheidende Verteidigungsminister Karel Kühnl von der liberalen Freiheitsunion hat am Freitag gemeinsam mit Vertretern der österreichischen Firma Steyr einen Vertrag über den Ankauf von 200 Panzertransportern unterschrieben. Für den in der Geschichte der Tschechischen Armee bislang teuersten Auftrag wird der tschechische Staat 23,6 Milliarden Kronen, etwa 836 Millionen Euro, bezahlen. Kühnl, dessen Partei, vor einer Woche eine deutliche Wahlschlappe erlitten hatte, wird von der Demokratischen Partei (ODS) für sein Vorgehen kritisiert, weil er nach ihrer Meinung kein Mandat mehr für gewichtige Regierungsgeschäfte hat. Die ODS will das Dokument dennoch respektieren.

Nach der Modernisierung der tschechischen Luftstreitkräfte sind jetzt die Bodenstreitkräfte an der Reihe. Das sagte der Generalstabschef der Tschechischen Armee, Pavel Stefka, anlässlich der Unterzeichnung des Vertrags mit der Firma Steyr. Im Rahmen der Bodentruppen, die das Fundament der Armee darstellten, so Stefka, seien bisher nur die Panzer des Typs T-72 modernisiert worden. Nach der bereits laufenden Ersetzung der leichten Geländewagen der russischen Marke UAZ durch die Marke Land Rover seien die Transporter an die Reihe gekommen.