Österreichische Atomkraftgegner blockieren Grenzübergang zu Tschechien

13-01-2006

Rund 50 österreichische Atomkraftgegner haben am Freitag für drei Stunden den österreichisch-tschechischen Straßengrenzübergang Wullowitz/Dolni Dvoriste blockiert. Als Grund für ihre Protestaktion nannten sie Einwände gegenüber der Sicherheit des südböhmischen Atomkraftwerks Temelin. Die Organisatoren der Aktion, die Vereinigung Atomstopp, hatten die Blockade wohlweislich für den 13. Januar zwischen 10 und 13 Uhr angesetzt, da gerade um diese Zeit Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel in der oberösterreichischen Hauptstadt Linz zu Besuch weilte und dort eine Rede hielt. Die hauptsächlich aus Oberösterreich stammenden Atomkraftgegner wollten ihrem Regierungschef mit der Aktion signalisieren, dass die laut dem Melker Prozess avisierten Sicherheitsnachrüstungen im AKW Temelin bis heute noch nicht vorgenommen worden seien und man sich daher hintergangen fühle. Die Atomkraftgegner hatten den Grenzübergang mit quer stehenden Lastkraftwagen blockiert.