Prager Justiz untersucht Todesfälle von Kindern während Vertreibung

02-12-2006

61 Jahre nach dem Tod von sieben Kindern während der Vertreibung von Deutschen aus der Tschechoslowakei 1945 hat die Justiz in Prag Ermittlungen gegen angebliche Täter aufgenommen. Auslöser sei ein Amtshilfe-Ersuchen deutscher Behörden, meldete die tschechische Nachrichtenagentur CTK. Darin seien die Namen von Verdächtigen genannt, die unmittelbar nach Kriegsende in der nordböhmischen Region Podboransko (Goldbachland) die deutschen Jungen auf der Flucht aus einem Sammellager erschossen haben sollen. Bei zwei ähnlichen Ersuchen habe man aber in den vergangenen Jahren keinen Täter ermitteln können, sagte eine Justizsprecherin in Prag.