Regierung informiert sich über kroatische Restitutionen für Österreicher

03-01-2006

Die tschechische Regierung wird sich über die Verhandlungen zum kroatisch-österreichischem Restitutionsvertrag informieren. Aufgrund dieses Vertrages sollen einige Mitglieder der deutschen Minderheit, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem kroatischen Gebiet vertrieben wurden, entschädigt werden. Der tschechische Präsident Vaclav Klaus bezeichnete den geplanten Vertrag als eine gefährliche Präzedenz. Das kroatische Außenministerium gab bekannt, dass die Vereinbarung nur einen kleinen Kreis der Vertriebenen betreffen würde. Das tschechische Kabinett interessiert sich für den Vertrag, weil einige Sudetendeutsche die Rückgabe von ihrem Eigentum verlangen, das ihnen nach der Vertreibung aus der Nachkriegs-Tschechoslowakei entzogen wurde. Die deutsche Regierung stimmt diesbezüglich mit den Ansprüchen der deutschen Vertriebenen nicht überein.