Spannungen zwischen Prag und Moskau

28-04-2020

Die Tschechische Republik lässt sich laut Premier Andrej Babis (Ano) nicht gefallen, dass sich fremde Mächte in ihre politischen Angelegenheiten einmischen. Babiš sagte dies vor Journalisten am Dienstagabend in Lány. Er ist der Meinung, dass die Lage keine radikalen Schritte, wie etwa eine Ausweisung des russischen Botschafters, zur Folge haben soll.

Das tschechische Außenministerium hat am Dienstag die Note als unangemessen zurückgewiesen, mit der Russland gegen einen Artikel im tschechischen Wochenblatt Respekt protestierte. Im Blatt wurde berichtet, ein mit Gift ausgestatteter Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes sei vor drei Wochen nach Prag gereist.

Laut der Nachrichtenagentur ČTK sind der Oberbürgermeister Zdeněk Hřib (Piraten) und weitere zwei Stadtpolitiker in Prag jüngst unter Polizeischutz gestellt worden.