Stadt Hlucin bietet Beisetzung deutscher Weltkriegstoten an

20-04-2006

In der Diskussion über die in einer tschechischen Fabrikhalle lagernden Gebeine von etwa 4300 deutschen Weltkriegstoten deutet sich eine überraschende Lösung an. Die im Mährisch-Schlesischen Landkreis liegende Stadt Hlucin / Hultschin hat dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine würdige Bestattung der Überreste angeboten. Darüber berichteten die tschechischen Medien am Donnerstag. Ursprünglich sollten die in Usti nad Labem / Aussig lagernden und teilweise nicht identifizierten Gebeine von Wehrmachtssoldaten und Zivilisten in Prag beigesetzt werden. Das Vorhaben scheiterte aber an den Kosten. In der vergangenen Woche hatte sich die deutsche Organisation mit dem tschechischen Verteidigungsministerium darauf verständigt, die derzeit in Kartons aufbewahrten Überreste vorübergehend in ein Depot der tschechischen Armee in Brdy in Mittelböhmen zu bringen.