Streit um Gesundheitsministerium geht weiter

30-10-2005

Der Streit um die Ernennung eines neuen tschechischen Gesundheitsministers geht weiter. Der stellvertretende Ressortleiter David Rath sagte am Sonntag in einer Sendung des Privatfernsehsenders Nova, er würde seine Tätigkeit als Ärztekammerpräsident sofort zurücklegen, wenn ihn Präsident Vaclav Klaus offiziell zum Minister ernennt. Klaus hat sich bisher geweigert, den von Premierminister Jiri Paroubek vorgeschlagenen Rath zu ernennen, weil dieser sich in einem Interessenskonflikt befinden würde. Auf die Aussage Raths werde Klaus nicht reagieren, sagte indes der Präsidentensprecher. Der Weg über die Medien sei nicht die geeignete Form der Kommunikation. Rath wiederum sagt, er habe diese Woche bereits eine entsprechende Erklärung an die Präsidentschaftskanzlei geschickt, jedoch noch keine Antwort erhalten. Premier Paroubek ließ über seine Sprecherin ausrichten, er warte nun auf eine Reaktion von Präsident Klaus.