Tschechien und Sachsen vereinbaren grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung

28-08-2019

Tschechien und Sachsen haben eine grenzüberschreitende medizinische Versorgung vereinbart. Gesundheitsminister Adam Vojtěch (parteilos) und seine sächsische Amtskollegin Barbara Klepsch (CDU) unterzeichneten am Mittwoch in Dolní Poustevná einen entsprechenden Vertrag. Die Vereinbarung gilt zunächst nur für Bewohner des Kreises Ústí nad Labem / Aussig. Hintergrund ist die mögliche Schließung des Krankenhauses in Rumburk / Rumburg. Dadurch hätten 55.000 Menschen keine medizinische Versorgung mehr in ihrer Nähe.

Laut Gesundheitsminister Vojtěch könnte die Zusammenarbeit auf das gesamte tschechische Grenzgebiet zu Sachsen ausgeweitet werden. So seien Verhandlungen mit dem Kreisen Liberec / Reichenberg und Karlovy Vary / Karlsbad geplant.