Tschechische Presse reflektiert Verhandlungspoker heimischer Politiker

08-07-2006

Die meisten tschechischen Tageszeitungen beschäftigen sich auch in ihren Wochenendausgaben mit der politischen Pattsituation im Land. Die rechtsliberalen Blätter Lidove noviny und Mlada fronta Dnes werfen dem Parteichef der Sozialdemokraten, Noch-Premier Jiri Paroubek, Verzögerungstaktik vor. Die linksliberale Zeitung Pravo wiederum ist der Ansicht, es müsste neue Gesichter in allen Verhandlungsteams geben, um die Gespräche voranzubringen.

Eine Mitte-Rechts-Regierung aus Bürgerdemokraten, Christdemokraten und Grünen käme im Abgeordnetenhaus auf ebenso viele Stimmen wie die Sozialdemokraten und die Kommunisten zusammen. Beide Lager stehen einander derzeit unversöhnlich gegenüber. Nach den Wahlen Anfang Juni ist es noch nicht einmal gelungen, eine neue Führung des Abgeordnetenhauses zu wählen.