Corona-Krise: Busse und Züge fahren leer

26-03-2020

Die aktuell niedrigen Passagierzahlen führen zu hohen Verlusten bei Bahn- und Bus-Anbietern.

Foto: succo, Pixabay / CC0Foto: succo, Pixabay / CC0 Das Interesse an Reisen mit Bahn und Bus ist wegen der Corona-Krise derzeit auf ein Minimum gesunken. Die Verkehrsunternehmen melden daher hohe Verluste und streichen viele ihrer Verbindungen aus dem Fahrplan.

„Die Verluste der Bahn- und Bus-Anbieter werden mehrere Milliarden Kronen erreichen. Leo Express verzeichnet bereits Verluste in einem hohen zweistelligen Millionenbereich. Diese Zahl steigt in Folge der niedrigen Nachfrage – hervorgerufen durch die jetzige Krise und die entsprechenden Regierungsmaßnahmen – täglich an“, führte der Pressesprecher des Bahnunternehmens Leo Express, Emil Sedlařík, gegenüber der Nachrichtenagentur ČTK an. Die Firma hat seit der vergangenen Woche 75 Prozent ihrer Verbindungen außer Betrieb genommen, die Maßnahme soll bis zum 7. April dauern.

Foto: Paul Smith, Flickr, CC BY-NC-SA 2.0Foto: Paul Smith, Flickr, CC BY-NC-SA 2.0 Sehr geringe Passagierzahlen bestätigen auch weitere Anbieter. Die staatlichen Tschechischen Bahnen (ČD) haben ihre Expresslinien gestrichen, gecancelt wurden ebenso die Pendolino-, Railjet- und IC-Fernzüge sowie einige Schnellzuglinien im Inland. Der Verkehr wird auch in den Regionen eingeschränkt. Nach Angaben des Staatsunternehmens wurden die gestrichenen Zugverbindungen nur von etwa einem Zehntel der Fahrgäste genutzt, die sonst unterwegs sind.

Laut dem Privatanbieter RegioJet werden die Züge und Busse derzeit nur von jenen Reisenden genutzt, die unbedingt fahren müssen. Regiojet hat daher bis 5. April etwa 40 Prozent seiner Linien gestrichen. Die Züge fahren vor allem in der Hauptverkehrszeit am Morgen und am Nachmittag.