Grube Paskov wird zugeschüttet

12-08-2019

Seit 2017 wird in der Grube Paskov keine Kohle mehr gefördert. Nun beginnt die Sanierung des Bergwerkes.

Grube Paskov wird zugeschüttet (Foto: ČTK / Pryček Vladimir) Grube Paskov wird zugeschüttet (Foto: ČTK / Pryček Vladimir) Der insolvente Kohleförderer OKD hat am Montag mit der Sanierung seiner ehemaligen Gruben in der Region von Frýdek-Místek begonnen. In Sviadnov / Swenser werden zunächst zwei Wetterschächte zugeschüttet. Sie gehören zum ehemaligen Bergwerk Paskov, das vor zwei Jahre geschlossen wurde, da die Förderung dort unrentabel war. Der Kohleförderer OKD war im Mai 2016 in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht. Neben der Grube in Sviadnov gehörten noch jene in Staříč / Staritsch und in Chlebovice / Chlebowitz zum Bergwerk Paskov. Die Kohleförderung wurde dort am 31. März 2017 eingestellt.

„Die Schüttung dient zur Stabilisierung der Grube, damit diese in Zukunft die Umgebung nicht gefährdet“, informierte Ivan Šimek vom Untertagebau in Sviadnov.

Foto: ČTK / Pryček VladimirFoto: ČTK / Pryček Vladimir Die Wetterschächte sind 7,5 Meter breit und 600 beziehungsweise 900 Meter tief. Die Arbeiten sollen etwa neun Monate dauern. Die Kosten belaufen sich nach Angaben von OKD-Sprechers Ivo Čelechovský auf mehrere Dutzend Millionen Kronen.

„In der Gegend von Frýdek-Místek wurden fast 47 Millionen Tonnen Steinkohle von hoher Qualität gewonnen. Konkret in Sviadnov wurde in 17 Stollen gefördert, die im Durchschnitt 1,1 Meter hoch waren. Dort wurden insgesamt 6,5 Millionen Tonnen Kohle gewonnen“, sagte Čelechovský. Die Förderung in Sviadnov wurde bereits 2014 eingestellt.

Die Kohlefördergesellschaft OKD hat einen Fahrplan erstellt, um alle früheren Schächte des ehemaligen Bergwerks Paskov aufzuschütten. Schätzungen nach sollen die Arbeiten bis 2021 abgeschlossen sein.

Die Aktiengesellschaft OKD ist der einzige Steinkohleförderer in Tschechien. In ihren Gruben sind derzeit etwa 9000 Arbeitskräfte beschäftigt. Die Fördermenge erreichte im vergangenen Jahr bei 4,62 Millionen Tonnen. Im ehemaligen Kohlerevier von Mährisch-Schlesien wird nur noch in der Gegend von Karviná gefördert, und zwar in den Bergwerken ČSA, Lazy, Darkov ČSM-Nord und ČSM-Süd. Allerdings sollen auch diese Gruben auf Dauer stillgelegt werden.

12-08-2019