Mit Hochgeschwindigkeit von Prag nach Bratislava

12-11-2019

Schon bald könnte Prag und Bratislava eine Hochgeschwindigkeitsbahn verbinden. Darauf haben sich die zuständigen Minister bei einem gemeinsamen Regierungstreffen im mährischen Valtice geeinigt.

Foto: Michael Gaida, Pixabay / CC0Foto: Michael Gaida, Pixabay / CC0 Mit High-Speed von Prag nach Bratislava. Laut den Verkehrsministern Tschechiens und der Slowakei, Vladimír Kremlík und Arpád Érsek, könnte das schon bald Realität werden. Auf einen Rahmen für das Projekt hatte man sich beim gemeinsamen tschechisch-slowakischen Regierungstreffen im Weinort Vlatice am Montag geeinigt. Kremlík betonte, dass sich die Reisezeit zwischen den beiden Hauptstädten bereits im Jahr 2030 um rund eine halbe Stunde auf dreieinhalb Stunden verkürzen könnte.

Für die Slowakei sei dies ein Projekt der Zukunft in Mitteleuropa, das den Bürgern schnelle, bequeme und ökologische Reisen ermöglicht, so Érsek. Man sehe einen klaren Mehrwert dahinter. Tschechien wiederum plant bereits jetzt mehrere Hochgeschwindigkeitsstrecken. Darunter Verbindungen zwischen Prag und Dresden sowie zwischen Brno / Brünn und Ostrava / Ostrau.

Vladimír Kremlík (2. von links) und Árpád Érsek (3. von links). Foto: Archiv des tschechischen VerkehrsministeriumsVladimír Kremlík (2. von links) und Árpád Érsek (3. von links). Foto: Archiv des tschechischen Verkehrsministeriums Die schnelle Zugverbindung zwischen Prag und Bratislava soll ein Puzzlestück in einem Hochgeschwindigkeitsnetz zwischen allen vier Hauptstädten der Viegrád-Gruppe sein. So könnte die Strecke zwischen Prag und Bratislava nach Budapest verlängert werden, die Verbindung zwischen Prag und Ostrava wiederum nach Warschau. In der Vergangenheit haben sich Tschechien, Polen, Ungarn und die Slowakei auf die Bildung einer Expertengruppe geeinigt, die das Projekt voranbringen soll.

Doch die Bahninfrastruktur war nicht das einzige Thema bei den Gesprächen zwischen Vladimír Kremlík und Arpád Érsek. Man wolle auch beim Ausbau des autonomen Fahrens zusammenarbeiten sowie beim Vorhaben des Donau-Oder-Elbe-Kanals, so die Minister.

12-11-2019