Tschechische Banken mit Rekordgewinnen

28-03-2019

Insgesamt nahmen die Kreditinstitute im vergangenen Jahr 82,1 Milliarden Kronen ein (3,2 Milliarden Euro) – so viel wie nie zuvor.

Foto: Filip Jandourek, Archiv des Tschechischen RundfunksFoto: Filip Jandourek, Archiv des Tschechischen Rundfunks

Boris Tomčiak (Foto: Archiv Finlord)Boris Tomčiak (Foto: Archiv Finlord) Die entsprechenden Daten hat die tschechische Nationalbank am Donnerstag veröffentlicht. Demnach wuchs der Reingewinn der Banken und Sparkassen im zurückliegenden Jahr um neun Prozent gegenüber 2017.

Zum positiven Ergebnis habe „eine solide Nachfrage nach Krediten“ beigetragen, erläuterte Wirtschaftsanalytiker Tomáš Pfeiler von der Investmentberatungsagentur Cyrrus: „Die Nachfrage wurde vor allem von einem Rekordinteresse an Hypotheken getragen. Der Kulminationspunkt lag im Oktober, kurz bevor die Nationalbank regulierende Maßnahmen ergriff.“

Boris Tomčiak vom Anlageberater Finlord wies zudem darauf hin, dass die Einnahmen der Haushalte und Firmen wuchsen. Das habe ihnen ermöglicht, Kreditraten zurückzuzahlen. Auch liege der Umfang nicht beglichener Darlehen in Tschechien auch relativ niedrig, so Tomčiak.

Den größten Reingewinn einer Bank in Tschechien erzielte die ČSOB mit 15,8 Milliarden Kronen (620 Millionen Euro). Aber auch zwei weitere Kreditanstalten lagen nahe an diesem Ergebnis: Die Sparkasse Česká spořitelna kam auf 15,4 Milliarden Kronen (604 Millionen Euro) und die Komerční banka auf 14,8 Milliarden Kronen (580 Millionen Euro). Die UniCredit Bank wies hingegen nur ein Ergebnis für Tschechien und die Slowakei aus. Für ihre Aktivitäten in beiden Staaten zusammen lag der Gewinn bei 39,1 Milliarden Kronen (1,5 Milliarden Euro).