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Am heutigen Nationalfeiertag wurde in Tschechien landesweit der Gründung eines unabhängigen tschechoslowakischen Staates im Jahr 1918 gedacht. Bei der zentralen Festveranstaltung im Prager Nationalmuseum bezeichneten die Redner übereinstimmend die 1. Tschechoslowakische Republik der Zwischenkriegszeit als Inspiration für die Gegenwart und die Europäische Union als Rahmen, innerhalb dessen die Tschechen an das Vermächtnis der 1. Republik anknüpfen könnten. Weiter wurden diejenigen Menschen gewürdigt, die sich dem nationalsozialistischen oder kommunistischen Regime widersetzt hatten. Die Vorsitzende des Tschechischen Freiheitskämpfer-Verbandes, Andela Dvorakova, betonte, dass Tschechien mit dem bevorstehenden EU-Beitritt an einer historischen Kreuzung stehe. Vizepremier Pavel Rychetsky betonte, dass der tschechische Platz in Europa eng mit den Ideen des 1. Staatspräsidenten Tomas Garrigue Masaryk verbunden sein solle und der 28. Oktober auch als Feiertag eines universalen Konzeptes der Menschenrechte betrachtet werden könne.

Am Vormittag legten in Prag traditionsgemäß insgesamt 550 Soldaten in Anwesenheit von Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdik ihren militärischen Eid ab, weiter erhielten Offiziere der Tschechischen Armee Rangerhöhungen. Im mährischen Brno/Brünn gedachten ca. 200 Menschen mit Kranzniederlegungen an der Statue des 1. Tschechoslowakischen Präsidenten Tomas Garrigue Masaryk der Staatsgründung.

Am Abend wird Präsident Vaclav Havel bei einem Festakt anlässlich des Nationalfeiertags trotz Erkrankung traditionsgemäß eine Reihe von Personen des öffentlichen Lebens für besondere Verdienste auszeichnen.