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Für eine vorsätzliche und die Gesundheit anderer höchstgefährdende Rambo-Aktion auf der tschechischen Autobahn hat der Verursacher eines Unfalles mit Verletztenfolge eine exemplarisch hohe Strafe erhalten. Bei dem Unfall, der sich am 22. März dieses Jahres auf der Autobahn D1 unweit von Prag ereignete, hat der Škoda-Fahrer Luboš Lacina einen Mazda mit zwei Insassen willkürlich von der Fahrbahn gerammt. Der Mazda hat sich daraufhin mehrfach überschlagen, die Fahrerin des Wagens und ihr Beifahrer wurden leicht verletzt. Das mittelböhmische Kreisgericht hat Lacina nun am Montag zu fünf Jahren Haft und sieben Jahren Führerscheinentzug bestraft. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Dem Blackout des Verkehrsrowdys vorausgegangen war das Überholen eines Lkw durch den Mazda. Weil dieser Vorgang Lacina offensichtlich zu lange dauerte, versuchte er angeblich mit Licht- und Geräuschhupe die Fahrerin des vor im fahrenden Mazdas zu nötigen, doch schneller zu fahren. Als sich der Mazda nach dem Überholvorgang wieder rechts vor dem Lkw einordnete, sei der Škoda Superb von Lacina noch eine gute Weile demonstrativ direkt links neben ihr gefahren. Dabei habe Lacina ihr seinen sichtbaren Unmut durch wilde Gestikulationen zu verstehen gegeben, so die Mazda-Fahrerin. Urplötzlich aber sei der Škoda ausgeschert und habe ihren Mazda mit einem kräftigen Seitenstoß von der Fahrbahn gerammt, so die Mazda-Fahrerin. Das Gericht glaubte der Schilderung der Geschädigten, zumal das Überwachungsvideo einer Autobahnkamera den Unfallhergang festgehalten hat. Die 26-jährige Mazda-Fahrerin ist seit dem Unfall aus Angst noch nicht wieder Auto gefahren.