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Das Kabinett des neuen Premierministers Jiří Rusnok beginnt sich zu füllen. Bis zum Donnerstag hatten schon drei Auserwählte zugesagt, das Angebot Rusnoks zur Mitarbeit in seiner Regierungsmannschaft anzunehmen. Nach Martin Pecina, den Rusnok bereits zum Innenminister deklariert hat, sind dies Marie Benešová und Miroslav Toman. Die ehemalige oberste Staatsanwältin Marie Benešová hat Rusnok am Mittwoch zugesagt, sich seinem Kabinett als Justizministerin anzuschließen. Der Chef der tschechischen Lebensmittelkammer, Miroslav Toman, hat am Donnerstag zugestimmt, als Landwirtschaftsminister fungieren zu wollen. Zwei weitere Kandidaten, Jan Kohout und Martin Holcát, haben sich hingegen noch einige Tage Bedenkzeit erbeten. Nach Rusnoks Vorstellungen sollen Kohout Außenminister und Holcát neuer Gesundheitsminister werden. Kohout hat dieses Amt bereits in der Übergangsregierung von Jan Fischer (2009-2010) bekleidet, Holcát war von 1999 bis 2000 ein Jahr lang erster Stellvertreter von Gesundheitsminister Ivan David.

Zwei andere Kandidaten, Petr Šimerka und Miroslava Kopicová, haben indes abgesagt. Šimerka wollte Rusnok als Minister für Arbeit und Soziales gewinnen. Kopicová war als neue Bildungsministerin im Gespräch, nachdem es der scheidende Ressortchef Petr Fiala abgelehnt hatte, seine Arbeit unter Rusnok fortzusetzen. Das würde gegen seine Prinzipien verstoßen, teilte Fiala mit.

Rusnok will binnen 14 Tagen ein Regierungskabinett aus Experten zusammenzustellen. Dieses muss innerhalb von 30 Tagen nach der Ernennung des Premiers um das Vertrauen im tschechischen Abgeordnetenhaus bitten.