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Moskau wünsche sich keine Verschärfung in den Beziehungen zu Tschechien. Das erklärte die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Mittwoch in einem Moskauer Rundfunksender. Laut der Nachrichtenagentur RIA Novosti reagierte sie damit auf jüngste Ereignisse, einschließlich auf die Anschuldigung gegenüber russischen Diplomaten, dass sie Attentate auf Prager Politiker vorbereiten. In diesem Fall sollte die tschechische Seite konkrete Beweise vorlegen, sagte Sacharowa.

„Wir würden es uns nicht wünschen und tun alles dafür, damit dies nicht der Fall ist", antwortete Sacharowa dem Moskauer Radiosender Echo auf die Frage, ob man die Beziehungen zwischen Moskau und Prag jetzt als angespannt ansehen müsse.

Ihr zufolge löse das Geschehen in den tschechischen Medien sowie das Verhalten einer Reihe tschechischer Politiker Erstaunen aus. Man schaffe damit eine Art endloser und künstlich erzeugter Probleme. Daher sollten die zuständigen Stellen und Behörden sachdienliche Beweise vorlegen oder bestimmte Anschuldigungen zurückweisen, forderte die Sprecherin.

Das tschechische Außenministerium hatte am Dienstag eine Note der russischen Botschaft als unangemessen zurückgewiesen, mit der Russland gegen einen Artikel im tschechischen Wochenblatt „Respekt“ protestierte. In der Zeitschrift wurde berichtet, dass ein mit Gift ausgestatteter Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes vor drei Wochen nach Prag gereist sei. Und dieses Gift sei für drei kommunale Politiker aus Prag bestimmt, die seitdem unter Polizeischutz stehen, so das Blatt.